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Fruchtsafthersteller keltern 382 Millionen Liter Apfelsaft

Die deutschen Fruchtsafthersteller haben im vergangenen Jahr rund 382 Millionen Liter Apfelsaft gekeltert. Davon waren 68 Millionen Liter Bioware, wie der Verband der deutschen Fruchtsaft-Industrie (VdF) am Donnerstag mitteilte. Die Produktion lag deutlich über dem Vorjahresniveau. 2021 wurden nach Angaben des Verbandes knapp 356 Millionen Liter Apfelsaft von den Fruchtsaftherstellern eingekeltert.


Trotz des Mengenwachstums zeigte sich der Verband besorgt. «Zum dritten Mal in Folge bleibt die Keltermenge damit unter der Prognose, und wir sehen leider den Trend bestätigt, dass die Leistungsfähigkeit der heimischen Streuobstbestände abnimmt», sagte VdF-Geschäftsführer Klaus Heitlinger. Geholfen habe den Saftproduzenten jedoch, dass sie im vergangenen Jahr dank einer geringeren Nachfrage nach Frischobst auf Lieferungen aus diesem Bereich hätten zurückgreifen können. Die Qualität des Jahrgangs 2022 sei mehr als zufriedenstellend.


Wetterbedingte Ernteschwankungen sind bei der Fruchtsaftproduktion normal. Allerdings erhöhen laut VdF die Wetterextreme der vergangenen Jahre das wirtschaftliche Risiko für die Betriebe. Im Bereich Streuobst komme erschwerend hinzu, dass die Erntemengen auch in Zukunft weiter sinken würden, da die Bestände überaltert seien und dem Klimastress nichts entgegenzusetzen hätten.


Insgesamt wurden im vergangenen Jahr in Deutschland nach Angaben des Statistischen Bundesamtes rund 1,1 Millionen Tonnen Äpfel geerntet. Die Apfelernte lag damit mehr als 10 Prozent über dem langjährigen Mittel und auch 6,6 Prozent über dem Ergebnis von 2021.


Fruchtsäfte haben in Deutschland eine über 150-jährige Tradition. Rund 300 Betriebe produzieren jährlich laut VdF rund drei Milliarden Liter Frucht- und Gemüsesaft, Frucht- und Gemüsenektar sowie Fruchtsaftgetränke.

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